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News vom 25.08.08

„COLLABORATION.Vermittlung.Kunst.Verein“

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) haben für die Jahre 2008/2009 das Modellprojekt COLLABORATION. Vermittlung. Kunst. Verein ins Leben gerufen, das die Erprobung neuer Ideen und Konzepte der Kunstvermittlung an Kunstvereinen in Nordrhein-Westfalen ermöglichen soll.

Für die Dauer eines Jahres starten jetzt erste Projekte in den Städten Bonn, Bielefeld, Düsseldorf, Köln und Münster. In ihnen sollen neue Möglichkeiten sowohl spielerischer wie ernsthafter, sachlicher wie systematischer Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst, dem öffentlichen Raum, den neuen Medien, der Institution Kunstverein sowie dem Kunstfeld im weitesten Sinne getestet werden. Das gaben der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und die ADKV am heutigen Donnerstag (21.8.2008) in Düsseldorf und Berlin bekannt. „Das Land Nordrhein-Westfalen und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine möchten mit dieser Initiative die innovative Vermittlungsarbeit, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, in den Kunstvereinen stärken“, sagte Grosse-Brockhoff. Daneben wird die ältere Generation angesprochen sowie ein Schwerpunkt auf Menschen mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten gelegt.

 

Anfang 2008 sind die über sechzig Kunstvereine und kunstvereinsähnliche Institutionen in NRW zum ersten Mal aufgefordert worden, ein einjähriges Vermittlungskonzept einzureichen, das als Zusammenarbeit von KünstlerInnen, KuratorInnen, VermittlerInnen und BesucherInnen umgesetzt werden soll. Erwartet wurden Konzepte, die sich an ein breit gefächertes Publikum richten und dieses aktiv in ästhetische, gesellschaftliche und institutionelle Prozesse und Diskurse integrieren. Aus den eingegangenen Vorschlägen hat die Jury* Anfang Juli sieben Projekte ausgewählt, die ab Herbst 2008 umgesetzt werden. Ingesamt zeichnen sich diese durch eine große Vielfalt unterschiedlicher Themen, Methoden und Formate aus, die auf Inhalt, Kontext, Zeit und Raum des jeweiligen Kunstvereins abgestimmt sind (siehe Anlage). Wichtige Parameter des Modellprojektes bilden die kompetente Unterstützung und Beratung während der Vorbereitung und Durchführung der Einzelprojekte sowie eine gut funktionierende Kommunikationsstruktur. Um das zu gewährleisten baut die ADKV ein eigenständig arbeitendes Netzwerk unter den KunstvermittlerInnen auf, welches den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und eine kontinuierliche Reflexion der Arbeit zum Ziel hat. Als Plattformen dienen hierzu regelmäßige Treffen und Workshops aller KunstvermittlerInnen mit internationalen ExpertInnen sowie ein Diskussionsforum im Intranet der ADKV-Website. *Die Jury: Leonie Baumann (ADKV, Berlin) Elke aus dem Moore (IFA, Stuttgart) Claudia Hummel (Kunstvermittlerin, Berlin) Peter Schüller (K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach (Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen) Die Projekte: Bonner Kunstverein: KunstStück (Dez 2008 – Dez 2009) Bielefelder Kunstverein: Situation (Dez 2008 – Dez 2009) kjubh Kunstverein/Simultanhalle, Köln: Knockin’ On Mind’s Door (Nov 2008 – Dez 2009) Kölnischer Kunstverein: Open Source/// (Jan – Dez 2009) Liebe deine Stadt, Köln/Düsseldorf: Die Großen Drei (Jan – Dez 2009) Westfälischer Kunstverein Münster: Satellit Kunstverein (Feb – Okt 2009) Videonale, Bonn: Generationen Archiv (Aug 2008 – April 2009)

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