Damit Ideen nicht verloren gehen
Patentscout Ruhr: Mehr Erfindungen aus den Hochschulen - Ruhr-Universität und Universität Duisburg-Essen kooperieren

Wissenschaftler gezielt dabei unterstützen, Erfindungen zu generieren,
zu erkennen und zu schützen: Das ist die Aufgabe von Dr. Stefanie
Peschel, die ihre Arbeit als "Patentscout" an den Universitäten Bochum
und Duisburg-Essen aufgenommen hat. Gefördert vom
NRW-Innovationsministerium akquiriert Dr. Peschel an den beiden
Universitäten markttaugliche Erfindungen, schätzt Erfindungen ein,
berät Wissenschaftler und begleitet den Prozess der Patentierung. Ziel
ist, die Anzahl der Erfindungsmeldungen aus den Hochschulen zu
steigern. Bis Ende 2010 finanziert das Land die Patentscouts an
Hochschulen im Programm "Science-to-Business NRW", in dem die RUB und
die Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der rubitec GmbH sich
mit ihrem Konzept erfolgreich um die Förderung beworben hatten.
Zahl der Patente steigern
Beratung und Information vor Ort: Das ist das Patentrezept, um
langfristig mehr Patentanmeldungen auf den Weg zu bringen. Konkret wird
Patentscout Stefanie Peschel Erfinderberatungstage und
Informationsveranstaltungen an den Hochschulen anbieten, persönliche
Gespräche führen sowie potenzielle Erfindungen recherchieren. "Am
effektivsten ist dabei die direkte Ansprache der Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler in den Hochschulen", sagt Dr. Karl Grosse,
Geschäftsführer der rubitec GmbH, die das Projekt an den Universitäten
Bochum und Duisburg-Essen koordiniert. NRW stellt heute mit 17 Prozent
einen deutlich geringeren Anteil an inländischen Patentanmeldungen als
z. B. Baden-Württemberg und Bayern (beide 28%), in den vergangenen 20
Jahren hat sich diese Relation sogar noch verschlechtert. Die
Hochschulen spielen dabei eine zentrale Rolle - hier setzen die
Patentscouts an.
1,5 Stellen an der Ruhr
Der Patentscout Ruhr ist ein Verbund von insgesamt fünf Hochschulen an
Rhein und Ruhr, in dem die RUB und die UDE ein Teilprojekt zusammen mit
der rubitec realisieren. Insgesamt gibt es vier Verbundprojekte an
NRW-Hochschulen. Dabei finanzieren das Innovationsministerium und die
beteiligten Hochschulen für drei Jahre 6,5 Stellen an 18 Hochschulen in
NRW mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. 1,5 Stellen sind für den
Patentscout Ruhr vorgesehen: eine halbe an den Hochschulen Bochum und
Niederrhein und an der FH Gelsenkirchen, eine volle Stelle an der
Ruhr-Universität und der Universität Duisburg-Essen.
Weitere Informationen
Dr. Stefanie Peschel, Patentscout / Erfinderberatung, Tel:
0234/32-11953, E-Mail: patentscout@ruhr-uni-bochum.de
Internet: www.rubitec-patente.de