Home » Aktuell

News vom 10.10.08

Die Sieger - Entrepreneur des Jahres 2008

Wer sind die Gewinner, welche Unternehmen führen sie? In den fünf Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung, IT und Start-up prämierte die Jury die "Entrepreneure des Jahres 2008". manager-magazin.de stellt die Sieger vor.

Entrepreneur des Jahres 2008: Die Sieger                                                        Wer sind die Gewinner, welche Unternehmen führen sie? In den fünf Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung, IT und Start-up prämierte die Jury die "Entrepreneure des Jahres 2008". manager-magazin.de stellt die Sieger vor. Der Natur-Heiler Sieger Industrie: Michael Popp, Bionorica AG, Neumarkt Michael Popp (49) ist ein Vorstandschef mit ausgeprägtem Forscherdrang. Der Chef des Pharmaherstellers aus der Oberpfalz erkundet mit hochmodernen Verfahren die heilsamen Wirkungen von Pflanzen. "Die Natur ist einfach genial, davon bin ich fasziniert", sagt Popp. Sein Familienunternehmen mit Sitz im idyllischen Neumarkt entwickelt aus Pflanzenwirkstoffen Medikamente. Bionorica gilt weltweit als einer der führenden Anbieter so genannter Phytotherapeutika und setzte damit 2007 knapp 115 Millionen Euro um. Bionorica ist inzwischen in 50 Ländern der Welt aktiv und beschäftigt rund 750 Mitarbeiter. Michael Popp sanierte das Familienunternehmen Bionorica und baute es zum internationalen Hersteller von Medikamenten auf Basis pflanzlicher Wirkstoffe aus. Eine durchaus überraschende Erfolgsgeschichte. Denn als Popp das Unternehmen 1989 übernahm, das sein Großvater Josef 1933 in Nürnberg gegründet hatte, erbte er einen Sanierungsfall. Ideen für neue Medikamente fehlten, und für die vorhandenen, vor allem für den Bestseller Sinupret, gab es keine neueren Studien, die ihre Eignung als Arznei dokumentierten. Popp, der in Erlangen Pharmazie studierte und in Innsbruck promovierte, besann sich bei der Restrukturierung auf eine Leidenschaft des Großvaters, das Sammeln von Heilpflanzen, und stieß so auf einen zukunftsträchtigen Weg für sein Unternehmen. Zugleich trennte er sich von unrentablen Firmenzweigen und konzentrierte sich auf die Erforschung von natürlichen Substanzen und die Produktion von Arzneien. Die Innovation, bislang sind nur etwa 100 Heilpflanzen erforscht worden, das in der Natur vorkommende Potenzial wird jedoch auf über 20.000 Heilpflanzen geschätzt. Popp versucht daher systematisch das in der Natur schlummernde Heil-Potenzial zu erschließen. "Phytoneering" nennt der Unternehmer das Verfahren, mit dem er mit Methoden aus der Molekularbiologie und der Biotechnologie aus pflanzlichen Wirkstoffen Spezialextrakte entwickelt. Die Herausforderung besteht darin, die bei Medikamenten geforderten Standards zu erfüllen. Um Thymian, Mönchspfeffer, Hanf oder Echinacea in gleich bleibender Qualität liefern zu können, entwickelt das Unternehmen deshalb auch Saatgut und standardisierte Anbaumethoden. Schlagworte des Artikels Entrepreneur des Jahres Bionorica DSpace DM Drogeriemärkte Ferchau Engineering Gameforge Direkt zu SPIEGEL Wissen  Sinupret, ein Erkältungsmittel gegen Infekte der Atemwege, hat den Sprung auf die Liste der zugelassenen Arzneimittel geschafft - dank der umfassenden Dokumentation seiner Wirkungsweise. Um der Heilkraft der Natur weiter auf die Spur zu kommen, investiert Popp 15 Prozent des Jahresumsatzes in die Forschung eigener Einrichtungen in Hongkong und Österreich sowie an über 450 Universitäten, Kliniken und Forschungseinrichtungen, mit denen sich Bionorica vernetzt hat. Für den kontrollierten Anbau und die Erforschung von Heilpflanzen gründete der Pharmazeut zudem zwölf Tochtergesellschaften in acht Ländern. "Wir lösen derzeit die frühere Glaubens- und Erfahrungsmedizin ab und ersetzen sie durch Hightech-Phytopharmaka", sagt Popp. "Mein großes Ziel ist, dass Bionorica-Arzneimittel in allen wichtigen Ländern auf dem Markt sind." 2. Teil: DM Drogeriemarkt - Der Menschenfreund Der Menschenfreund Sieger Handel: Götz Werner, DM Drogeriemarkt GmbH + Co. KG, Karlsruhe Viele Unternehmer reden nur davon, dass ihre Mitarbeiter wie eigenständige Unternehmer handeln sollten. Götz Werner (64) setzt dieses Credo in die Praxis um. Der Gründer von DM Drogeriemarkt lässt seinen Mitarbeitern in den knapp 2000 Filialen viel Entscheidungsspielraum. Vor Ort wird etwa entschieden, was in den Regalen steht und wie viel die Mitarbeiter verdienen. Götz Werner verwandelte die Drogerie in einen schicken Supermarkt. Danach brach er mit Denkmustern in der Personalführung. Mit einem betont anti-autoritären Führungsstil machte er aus seiner Filialkette DM Drogeriemarkt einen Marktführer in Europa. Ein ungewöhnlicher Führungsstil, der auf den Lehren von Rudolf Steiner basiert. "Mit Hilfe der Anthroposophie verstehe ich den Menschen und die Entwicklung der Welt besser", sagt Werner. Eine Philosophie, die sich auch im Management der DM-Kette wiederfindet: So werden die Auszubildenden etwa "Lernlinge" genannt. In Theaterworkshops sollen sie den Wert von Teamfähigkeit und zielgerichtetem Handeln erfahren. Die etwas andere Managementmethode funktioniert im Fall DM äußerst erfolgreich. Noch in diesem Jahr soll der zweitausendste Drogeriemarkt eröffnet werden. Rund 27.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2006/2007 mehr als vier Milliarden Euro Umsatz - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 13 Prozent. Und während Wettbewerber Filialen schließen müssen, erwartet DM auch in den kommenden Jahren ein zweistelliges Umsatzwachstum. Drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen derzeit im Heimatmarkt, doch künftig will DM stark im Ausland wachsen. In den nächsten Jahren soll sich die Zahl der Filialen in Europa auf rund 4000 verdoppeln. Möglicherweise steigert sich die weltweite Bekanntheit des Unternehmens schon bald mit einer weiteren Auszeichnung: DM Drogeriemarkt wurde auserwählt, als deutscher Kandidat für den Titel des "World Entrepreneur of the Year" zu kandidieren. Für sich selbst hat Firmengründer Werner in diesem Jahr die Weichen neu gestellt. Im Mai zog er sich aus der operativen Führung von DM zurück, übergab die Führung einer neunköpfigen Geschäftsleitung und widmet sich nun verstärkt gesellschaftlichen Zielen: Der Unternehmer leitet das Institut für interfakultatives Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe. Die Innovation Traditionelle Denkmuster bricht Werner nicht nur bei der Personalführung. Schon bei der Eröffnung des ersten DM, kurz für Drogeriemarkt, brach der damals 29-jährige Drogist 1973 mit den Branchenregeln und übertrug das Discounterprinzip aus dem Lebensmittelhandel auf sein Geschäft. Zahnpasta, Seife und Waschpulver bot er nicht mehr hinter der Theke stehend an, sondern zur Selbstbedienung. Entrepreneure des Jahres Lesen Sie im manager magazin 11/2008, das am 24. Oktober erscheint, weitere Hintergründe über die Sieger des Wettbewerbs. Bereits fünf Jahre nach Gründung hatte Werner sein Konzept nach Österreich exportiert und mehr als 100 Filialen in Deutschland aufgebaut - bevorzugt in frequentierten Zentrumslagen. Vorausschauend startete er 1980 mit einem Sortiment von Eigenmarken und sechs Jahre später in Kooperation mit Alnatura mit einer breiten Auswahl von Bioprodukten. Die umweltschonend produzierten Nahrungsmittel oder Kinderkleider sind inzwischen der am stärksten wachsende Sortimentsbereich. "Erfolge", sagt Werner, "kommen immer dann, wenn man wahrnimmt, was der Markt wirklich will." Die Sieger 3. Teil: Ferchau Engineering - Der Bilderbuch-Nachfolger Der Bilderbuch-Nachfolger Dienstleistung: Frank Ferchau, Ferchau Engineering GmbH, Gummersbach Ein Beispiel wie aus dem Bilderbuch für eine gelungene Nachfolge in einem Familienunternehmen: Sechs Jahre lang konnte Frank Ferchau (43) im väterlichen Betrieb Erfahrungen sammeln, bevor er im Jahr 2001 in die Geschäftsführung des technischen Dienstleisters aufrückte und schließlich 2005 selbst das Ruder übernahm.   Frank Ferchau übernahm die Leitung des Unternehmens vor drei Jahren von seinem Vater, welcher die Firma 1966 gegründet hatte. Aus dem einstigen Ingenieursbüro wurde in wenigen Jahrzehnten ein Konzern mit 4000 Mitarbeitern. Während ihrer gemeinsamen Führungszeit ließen sich die beiden Ingenieure von Coaches begleiten, die die Diskussionen zwischen Vater und Sohn über die Zukunft des Unternehmens moderierten: "Mein Vater war souverän, als er erkannte, dass uns die Vermittlung durch Dritte gut tun würde", sagt Frank Ferchau. Unter seiner Ägide ist Ferchau Engineering nochmals sehr stark gewachsen. Weil aber auch Ferchau unter dem Mangel an Ingenieuren leidet versucht das Unternehmen mit Stipendien, Förderpreisen und breiten Aufgabenfeldern junge Bewerber anzulocken. Um mit der Unterstützung von Wettbewerben wie "Jugend forscht" sollen schon Schüler für technische Berufe begeistert werden. Aus dem einstigen Ingenieurbüro für Konstruktionsaufgaben wurde in wenigen Jahrzehnten ein Konzern, der mehr als 4000 Mitarbeiter beschäftigt und den Umsatz in den vergangenen drei Jahren auf über 270 Millionen Euro verdoppelte. Damit liegt Ferchau Engineering unter den technischen Dienstleistern auf Platz drei in Deutschland. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg ist laut Ferchau die Unabhängigkeit von den Interessen fremder Investoren: "Wir sind das einzige familiengeführte Unternehmen der Branche", sagt er. Weiteres Wachstum ist programmiert: Den Marktforschern von Lünendonk zufolge soll der Markt für technische Dienstleistungen, im Jahr 2007 knapp sieben Milliarden Euro schwer, in den nächsten Jahren um jeweils zehn Prozent wachsen. Aufgaben für Techniker aller Fachrichtungen gibt es also reichlich. Die Innovation In den Aufbaujahren der Republik mangelte es den Unternehmen wie heute an Personal. Firmengründer Heinz Ferchau inspirierte dies zu einer neuen Dienstleistung: Der Ingenieur bot erst sich und bald darauf weitere vier Mitarbeiter als externe Eingreiftruppe für technische Aufgaben und Entwicklungsarbeiten an. Aus dieser Idee entstand Ferchau Engineering, einer der größten Anbieter von technischen Dienstleistungen in Deutschland. Schlagworte des Artikels Entrepreneur des Jahres Bionorica DSpace DM Drogeriemärkte Ferchau Engineering Gameforge Direkt zu SPIEGEL Wissen  Im Gegensatz zu Wettbewerbern, die sich auf einzelne Branchen konzentrieren, ist Ferchau Engineering auf fast allen Feldern zu Hause. Techniker und Ingenieure unterstützen Firmen wie Daimler, VW, EADS und Nokia. "Ständige Prozessoptimierung ist unser Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum", erklärt Frank Ferchau den Erfolg des Unternehmens. Früher als andere bot Ferchau Engineering etwa in den 90er Jahren Ingenieure für die Arbeit direkt in Kundenunternehmen an oder unterstützte die Auslagerung von technischen Aufgaben. In den vergangenen Jahren wurde das Angebot zudem um Personal- und Beratungsdienstleistungen erweitert. So kann Ferchau heute etwa die Verantwortung für ganze Unternehmensbereiche übernehmen. Die Sieger 4. Teil: DSpace - Der Erfolgsbeschleuniger Der Erfolgsbeschleuniger Sieger Informations- und Kommunikationstechnologie/Medien: Herbert Hanselmann, DSpace GmbH, Paderborn Er hätte Beamter werden können - die Universität Paderborn lockte ihn mit einem Lehrstuhl. Er hätte Automanager werden können - einige Konzerne boten ihm lukrative Verträge an. Doch Herbert Hanselmann (59) wollte lieber selbstständig sein. Mit drei Kollegen aus dem Institut für Mechatronik der Paderborner Universität startete der Ingenieur 1987 sein eigenes Unternehmen. "DSpace sollte dafür sorgen, dass unser Wissen nicht nur in der universitären Industrieforschung zum Einsatz kommt", sagt Hanselmann. Herbert Hanselmann liefert die Werkzeuge, mit denen Autohersteller elektronische Fahrsysteme testen und entwickeln. In dieser Nische der Informationstechnologie zählt sein Unternehmen aus Paderborn zu den Weltmarktführern. Über mehrere Jahre hatte sein Team neuartige Signalprozessorchips erforscht und erkannt, dass sie elektronische Systeme ermöglichten, die mechanische Abläufe steuern. Eine Erkenntnis, die vor allem Autohersteller interessierte. "Wir beschleunigen den Erfolg unserer Kunden", erklärt der Gründer, der mittlerweile die Geschäfte von DSpace alleine führt. "Wir helfen ihnen, ihren Vorsprung im Wettbewerb zu erhalten oder auszubauen." Tempo ist seit jeher Hanselmanns Maxime: Schon vier Jahre nach der Unternehmensgründung eröffnete er in der US-amerikanischen Autometropole Detroit die erste Niederlassung. "Die Expansion war anfangs sicher mutig", meint Hanselmann heute, "aber auch kleine Unternehmen können mit herausragenden Produkten und persönlichem Engagement in Nischenmärkten relativ zügig zu guten Marktanteilen kommen." 2007 setzte DSpace knapp 87 Millionen Euro um und beschäftigte 786 Mitarbeiter an sieben Standorten in Deutschland, den USA, Japan, Großbritannien und Frankreich. "Geblieben ist unser Pioniergeist und der Drang, mit immer neuen Ideen unseren Innovationsvorsprung weiter auszubauen", sagt Hanselmann. Im neuen Firmengebäude gibt es Erweiterungsmöglichkeiten für bis zu 1600 Mitarbeiter. Hanselmann vertraut der Entwicklung, die sein Team mit angestoßen hat: In den nächsten Jahren werden noch mehr elektronische Steuerungselemente die Antriebe und Fahrwerke von Automobilen und Flugzeugen optimieren. Die Innovation Herbert Hanselmann ist Chef eines jener Unternehmen, deren Produkte sich nur schwer in einem Satz erklären lassen. Er versucht es dennoch: "Mit unseren Produkten lassen sich Softwarelösungen für Steuergeräte und mechatronische Regelungen schneller entwickeln und testen", erklärt er. Oder etwas plastischer: Tempomaten, Brems- oder Blockiersysteme, die sich in den 90er Jahren verbreiteten, basieren auf elektronischen Regelsystemen, die sich durch die Werkzeuge und Software von DSpace programmieren und einrichten lassen, Entrepreneure des Jahres Lesen Sie im manager magazin 11/2008, das am 24. Oktober erscheint, weitere Hintergründe über die Sieger des Wettbewerbs. So trug DSpace dazu bei, dass die Autoindustrie die Vorteile der Elektronik für die Fahrwerkstechnik entdeckte. Seit Mitte der 90er Jahre muss überdies die Funktionalität neuer Technik nicht mehr in eigens gebauten Prototypen getestet werden, seither übernehmen Rechner diese Aufgaben. Auch dafür entwickelte DSpace die notwendige Soft- und Hardware. Auf diese Weise beschleunigten die Paderborner die Konstruktionsprozesse in der Fahrzeugindustrie und halfen ihren Kunden Kosten zu sparen. Entrepreneur des Jahres 2008 Die Sieger 5. Teil: Gameforge - Die Hobby-Raumfahrer Die Hobby-Raumfahrer Sieger Start-up: Klaas Kersting, Alexander Rösner, Gameforge AG, Karlsruhe Das Internet bietet tausendundeine Welt - und die Möglichkeit, geradezu spielerisch ein eigenes Unternehmen aufzubauen. "Man kann mit zwei Mann etwas vollständig Neues erfinden und Impulse setzen", erklärt Klaas Kersting (28) die Gründung der Gameforge. Das erste Spiel für Hobbyraumfahrer namens OGame entwickelte das Gründerduo aus Frust über die Schwächen anderer Spiele. "Das kann man alles doch besser machen", waren sie überzeugt und starteten so eine Erfolgsgeschichte, die sich wohl nur mit Hilfe des Internets schreiben lässt. Klaas Kersting und Alexander Rösner gründeten ihr Unternehmen Gameforge erst vor fünf Jahren - inzwischen ist es der weltweit größte unabhängige Anbieter von browserbasierten Onlinespielen. Innerhalb weniger Jahre etablierte sich Gameforge als einer der Marktführer für Onlinespiele in Europa, inzwischen erobern die Karlsruher auch die USA und Asien. "Wir gewinnen täglich 250.000 neue Spieler dazu", sagt Kersting. Zusammen mit dem Informatiker Alexander Rösner (39) startete der Diplomkaufmann 2003 das eigene Unternehmen, das seitdem beinahe jeden zweiten Monat ein neues browserbasiertes Spiel auf den Markt bringt und inzwischen 160 Mitarbeiter beschäftigt. Und weil sich im Internet schnell herumspricht, welche Spiele etwas taugen, wächst Gameforge weiter rasant. "Wir waren vom ersten Tag an profitabel und wachsen mit einer durchschnittlichen Rate von 350 Prozent", sagt Kersting. Drei Jahre nach der Gründung firmierten die Gründer das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um, ein Jahr später beteiligten sie den Investor Accel Partners, um das schnelle Wachstum finanzieren und absichern zu können. Anfangs verkauften die Gründer Werbeplatz auf ihren Seiten und in Spielen, inzwischen stammt der Umsatz aus dem Verkauf von virtuellen Gütern. "Wir verzichten auf die als lästig empfundene Werbung", sagt Kersting, "so stieg die Haltedauer der Spieler enorm, was die Einnahmeverluste bei der Werbung mehr als kompensiert hat." Inzwischen tauchen laut der Marktforschung Comscore allein in Deutschland 1,4 Millionen Nutzer pro Monat mit Hilfe von Gameforge in die virtuellen Spielwelten des Internets ab. Marktforscher schätzen, dass mit Onlinespielen heute weltweit rund 55 Milliarden Euro Umsatz erzielt werden. "Gameforge wird 2008 seine Schlagzahl bei der Entwicklung von Onlinespielen erhöhen und so nicht nur die Marktführerschaft beibehalten, sondern das Tempo angeben", sagt Kersting selbstbewusst. Längst haben die Karlsruher den Weltmarkt ins Visier genommen und wollen auch dort Spitzenplätze erreichen. Anfang 2008 eröffnete Gameforge bereits die erste Niederlassung in den USA. Die Innovation Massive Multiplayer Online-Games (MMOG) heißen die Spiele, die Gameforge entwickelt, weil viele tausend Nutzer im Internet gleichzeitig darauf zugreifen und entweder alleine oder gegen andere spielen können. Die Angebote von Gameforge kann jeder kostenlos nutzen. Doch zur individuellen Ausstattung der Spielfiguren verkauft das Unternehmen virtuelle Perücken oder Kleidungsstücke sowie kleine Hilfsprogramme, die die Figuren zum Beispiel schneller agieren lassen. Schlagworte des Artikels Entrepreneur des Jahres Bionorica DSpace DM Drogeriemärkte Ferchau Engineering Gameforge Direkt zu SPIEGEL Wissen  "Wir verdienen nur Geld, wenn sich unsere Kunden langfristig mit einem Spiel identifizieren", erklärt Mitgründer Kersting. "Das zwingt uns, immer die bestmöglichen Spiele zu liefern." Dabei stellen die Karlsruher sicher, dass auch jene Nutzer mit kleinem Geldbeutel zum Zug kommen. "Vor allem wegen der vielen jungen Spieler, die Gameforge besuchen, achten wir schon bei der Auswahl der kostenpflichtigen Features darauf, dass auch nichtzahlende Spieler im Kampf um erste Plätze mithalten können", sagt Kersting.  

 

 

Quelle: www.manager-magazin.de

 

 

(E.S.)

Friends of Starternetz







Termine

Netzwerk