Erste erfolgreiche Gründungen nach Senkrechtstarter-Wettbewerb
21 von 44 neuen Gründungsunternehmen haben sich in Bochum angesiedelt. 49 Arbeitsplätze sind enstanden.

Vier Monate nach dem ersten Senkrechtstarter Gründungswettbewerb in Bochum, haben 44 Firmen der Teilnehmerteams ihre Gründung vollzogen, 21 davon in Bochum selber.
Ein Beispiel ist die Firma Collective IQ Limited. Sie betreibt mit www.netjobbing.de ein Dienstleistungsportal für Unternehmen, das projektbezogen Expertentätigkeiten gegen Gebühr vermittelt und so als flexibler Problemlöser auftritt. Der Businessplan von „netjobbing“ hatte den Juroren des Bochumer Gründungswettbewerbs so gut gefallen, dass sie den beiden Geschäftsführern Nils Dreyer und Arne Stoschek den zweiten Platz zuerkannten. Die damit verbundene Prämie in Höhe von 15.000 EUR können die Jungunternehmer jetzt in die Ausstattung ihres neuen Firmenbüros in der Universitätsstraße stecken. Denn mit dem Einzug ins Technologiezentrum Ruhr im Juni dieses Jahres haben Dreyer und Stoschek die Voraussetzung für die Auszahlung der vollen Prämiensumme – die Ansiedlung in Bochum – erfüllt. Das Büro mitten auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum sei für ihre Zwecke „perfekt“, erklärt Dreyer die Standortentscheidung. Die Zahl der über netjobbing.de vermittelten Projekte wachse so stark, dass das Team bereits auf sechs Mitarbeiter aufgestockt worden sei. Würden die „Netjobber“ angehenden Unternehmern die Teilnahme an Bochums Gründungswettbewerb empfehlen? „Auf jeden Fall“, so Dreyer. Seine Idee vor Geldgebern klar und prägnant darzustellen, sei eine Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg. Und das könne man beim Senkrechtstarter lernen – „ganz ohne Risiko“. Das scheint sich herumgesprochen zu haben, denn zwei Monate vor Beginn des nächsten Senkrechtstarter-Durchgangs haben sich schon 22 Interessenten angemeldet. Für Patrick Dufour, den Leiter des Projekts Bochum2015, das den Gründungswettbewerb organisiert, zählt der Senkrechtstarter-Wettbewerb zu den ersten Erfolgen der noch jungen Wachstumsinitiative der Stadt Bochum. „Wir haben vor, den Wettbewerb in den kommenden Jahren auszuweiten“, so Dufour. Mit dem Senkrechtstarter und mit Maßnahmen zur Förderung unternehmerischen Denkens schon bei Jugendlichen wolle Bochum2015 dazu beitragen, die Zahl erfolgreicher Start-ups in Bochum über den NRW-Landesdurchschnitt zu heben. Die Wachstumsinitiative Bochum2015 ist von der Stadt Bochum, den Bochumer Hochschulen, der IHK und mehreren Bochumer Unternehmen im Jahr 2005 im Zuge der Opelkrise ins Leben gerufen worden, um Impulse für den Wirtschaftsstandort Bochum zu entwickeln. Beim Gründungswettbewerb Senkrechtstarter schreiben Gründungswillige in einem Zeitraum von sechs Monaten einen professionellen Businessplan. Dabei erhalten sie in zwei Bewertungsrunden kostenloses Feedback aus einem Expertennetzwerk von Unternehmern, Juristen sowie Steuer-, Marketing- und Finanzfachleuten. Studien vergleichbarer Wettbewerbe zeigen, dass Teilnehmer an Gründungswettbewerben signifikant seltener am Markt scheitern als Neugründungen ohne gezielte Beratung.
Quelle und weitere Informationen unter: www.bochum2015.de