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News vom 18.09.08

"Metropolregion Nordrhein-Westfalen"

Ministerin Thoben auf Kongress in Bonn: Clusterstrukturen sollen günstiges Umfeld für Investitionen schaffen und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes stärken

Rund 350 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
nahmen am 10. September an dem Kongress „Metropolregion Nord-
rhein-Westfalen“ im World Conference Center Bonn teil. Namhafte Exper-
ten diskutierten auf Einladung von NRW-Wirtschaftsministerin Christa
Thoben die Chancen der „Kreativen Ökonomie“. Zugleich stellte die Mi-
nisterin die Schwerpunkte der zukünftigen Wirtschaftspolitik vor. Neben
dem Leitbild der kreativen Ökonomie“ hob sie die Clusterpolitik, das In-
strument der Förderwettbewerbe sowie die Standort- und Marketingpolitik
hervor.
Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, setzt Nordrhein-Westfalen un-
ter dem Leitbild der „Kreativen Ökonomie“ auf den Aufbau von Cluster-
strukturen. Ziel ist es, ein günstiges Umfeld für Investitionen zu schaffen,
Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen und die Wettbe-
werbsfähigkeit des Standortes zu stärken. Die Erfahrungen, die Unter-
nehmen vor Ort bisher mit der neuen Clusterpolitik gemacht haben, stan-
den im Mittelpunkt der Veranstaltung.
In ihrer Rede unterstrich Ministerin Thoben die enge Verflechtung von
Produktion und Dienstleistung. „Moderne Industrie ist kein Gegensatz
zum Konzept der Kreativen Ökonomie“, so die Ministerin. „Im Gegenteil:
die produktive Mischung von Dienstleistung und Industrie ist die eigentli-
che Stärke der Metropolregion Nordrhein-Westfalen.“ Entscheidend sei,
Produkte vom Kunden her zu denken, anstatt allein die technischen Mög-
lichkeiten auszuschöpfen.

Die Kundenbedürfnisse ins Zentrum zu stellen, hatte zuvor auch Wolf-
gang Müller-Pietralla, Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer bei
Volkswagen, in einem einleitenden Impulsvortrag gefordert. Gerade im
Automobilbereich sei Vieles bereits heute möglich. Entscheidend jedoch
sei, dass die Produkte den Kunden begeistern und Mobilität bezahlbar
bleibe. Vor diesem Hintergrund forderte Dr. Michael Böhmer vom Wirt-
schaftsinstitut Prognos in einem zweiten Impulsreferat, die Strukturen der
Wertschöpfung wesentlich dynamischer zu gestalten. Hierfür setzt er auf
eine stärkere Kopplung von Dienstleistungsbranchen an die industrielle
Basis eines Landes.
In zwei Plenumsrunden mit Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im NRW-
Wirtschaftsministerium, wurde anschließend diskutiert, wie Produkte und
Dienstleistungen von Beginn an anwenderfreundlich entwickelt werden
können und wie eine an Clustern und Wettbewerben orientierte Wirt-
schaftspolitik dies unterstützen kann.
Am Nachmittag diskutierten Vertreter in fünf Fachforen zu den Themen
Automotive, Energie, Chemie, Kunststoff und Kreativwirtschaft Chancen
und Nutzen von Clusterbildung in Nordrhein-Westfalen. Einen besonde-
ren Vorteil sahen zahlreiche Referenten in der engen Vernetzung und
Kommunikation, die durch Cluster entstehen – sowohl innerhalb der ver-
schiedenen Wirtschaftssektoren, als auch zwischen Wirtschaft und For-
schung. Ziel der Kooperationen müsse es dabei sein, die Wettbewerbsfä-
higkeit der Unternehmen zu stärken, neue Märkte zu erschließen und
einzigartige Angebote zu entwickeln. Gerade kleine und mittelständische
Unternehmen könnten von einer engen Vernetzung profitieren.
Dr. Jens Baganz präsentierte abschließend die Ergebnisse aus den
Fachforen und zog eine positive Bilanz. „Mit dem Aufbau der Cluster wer-
den Exzellenz und Alleinstellungsmerkmale der Metropolregion Nord-
rhein-Westfalen klar erkennbar. Daher haben wir unsere Clusterpolitik
unter das Motto ‚ExzellenzNRW’ gestellt.“

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