News vom 18.01.11

BASEL Regeln

BASEL

Damit sich Ihr Unternehmen nicht verbaselt!

Finanzkrise überwunden, oder eher nicht – Aufschwung angekommen, Binnenkonjunktur brummt, eventuell – Weltwirtschaft boomt...
Egal auf welche Weise sich die makro-ökonomischen Umstände in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln werden, eines ist gewiss: die Rahmenbedingungen unter denen sich Unternehmen in der BRD zukünftig finanzieren werden, haben sich radikal verändert.
Maßgeblichen Einfluss haben hierbei internationale Regulierungsrunden für das Bankwesen, gemeinhin unter dem Begriff BASEL bekannt. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle (sehr) kurz erläutern worum es sich bei diesen Basel-Regeln handelt:

BASEL I

Dieses Regelwerk trat im Jahre 1992 in Kraft und besagt, dass Banken acht Prozent Eigenkapital zur Absicherung von Ihnen vergebener Kredite vorhalten müssen. Eine Risikogewichtung wurde nur in sehr grobem Maße vorgenommen, wie die Finanzkrise ja eindrucksvoll verdeutlicht. Der sogenannte 'Baseler Ausschuss' hatte diese Regel bereits im Jahre 1988 verabschiedet. Diese Institution war als Reaktion auf die erste Bankenpleite der Nachkriegszeit gegründet worden: im Jahre 1974 war die Kölner Herstatt Bank in sich zusammengebrochen. Der Ausschuss ist bei der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) angesiedelt, daher sein Name.
Der Ausschuss wird mit Notenbankern und Finanzaufsehern aus 27 Ländern beschickt.


BASEL II
Dieses aktuelle Regelwerk gilt seit Anfang 2007. Seither richtet sich das durch Kreditinstitute als Risikovorsorge notwendig zu hinterlegende Eigenkapital nach der Bonität des jeweiligen Kreditnehmers. Diese wird durch bankinterne Ratings, bzw. ggf. durch externe Prüfungen von Ratingagenturen ermittelt. Den Banken stehen unterschiedliche Mittel zur Messung der jeweiligen Risiken zur Verfügung. Ändern sich die Bonitäten im Laufe der Kreditvertragslaufzeit muss auch die Eigenkapitalsicherung angepasst werden, dies könnte im schlimmsten Falle rezessionsverstärkende Wirkung haben, da die Kreditausgabe der Institute logischerweise zurückgehen würde. Eine prozyklische Wirkweise also.


BASEL III
Im Jahre 2013 könnte eine weitere Verschärfung der Vorschriften in Kraft treten. Der zur Folge Banken nunmehr noch größere Kapitalpuffer anlegen sollten, um im Falle einer 'systemischen Schieflage' nicht wieder vom Steuerzahler aus dem selbstverursachten Schlamassel herausgepaukt werden zu müssen. Die das Verhältnis von haftendem (hochwertigen) zu vergebenem (minderwertigen) Kapital beschreibende Kernkapitalquote soll schrittweise von vier auf sechs Prozent angehoben werden. Um die jeweiligen Risikopositionen tatsächlich abzusichern wird auch die Kernkapitaldefinition verschärft. Bis 2019 ist der Aufbau weiterer Kapitalpuffer durch die Banken vorgesehen.
Der Spielraum zur Kreditvergabe schränkt sich für die Banken folglich ein.


Diese Verschärfung der Kreditvergabevorschriften stellt per se kein Negativum dar, ganz im Gegenteil könnte die volkswirtschaftliche Auswirkung, was die Anfälligkeit der Finanzmärkte anbelangt, sogar von Vorteil sein.
Wen diese Vorschriften allerdings hart treffen werden, sind Unternehmensgründungen, sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Diese nämlich als potentielle Hochrisikopositionen zu sehen ist in den Kreditinstituten zum 'Mega-Trend' geworden. Da nützt auch das Quälen mit statistischem Zahlenmaterial über die Höhe von Ausfallswahrscheinlichkeiten absolut nichts:
neu = ungewiss = Höchstrisiko = nein.
Diese Billiggleichung wird zukünftig in immer höherem Maße an Richtigkeit gewinnen. Da das Beklagen dieses Umstandes aber erwiesener Maßen zu nichts führt, müssen sich die kleinen Spieler am Markte neue Finanzierungsmöglichkeiten erschließen. Die Abhängigkeit deutscher Unternehmen von Kreditinstituten, als ihrer mit Abstand größten Finanzierungsquelle ist ohnehin viel zu hoch, da tut ein wenig Diversifizierung Not! Im Jahre 2009 sind, laut KfW-Bankengruppe, zwar 560.000 Arbeitsplätze durch Unternehmensneugründungen entstanden –so viele wie noch nie, die durchschnittliche Investitionssumme pro Gründung sank aber von EUR 37.000 im Jahre 2008 auf EUR 33.000 im Jahre 2009, der Finanzkrise sei Dank. Im Folgenden werden wir Ihnen nun verschiedene Formen der Unternehmensfinanzierung vorstellen, die man zunächst einmal nicht unbedingt im Focus hat, uns ist es zumindest so ergangen. Das reflexartige 'jetzt aber nix wie zur Bank' kann in Zukunft vielleicht ein wenig differenzierter ausfallen. Am 'aller-, aller-, aller-' wichtigsten ist bei Ihrer Finanzplanung aber und dies hat sie gemein mit allen Planungsvorhaben, dass Sie sich Zeit für Ihre Konzeptionierung nehmen, viel Zeit. Die "einmalige Chance", das "super-günstige" Geld, der enorm niedrige Zinssatz... all diese Dinge kehren immer wieder! Seien Sie sich einer Tatsache bewusst: Einmaligkeit kehrt immer wieder und vor allem ist die absolut günstige Finanzierungchance immer im Verhältnis zu Ihrer Geschäftsentwicklung und der ökonomischen Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens zu sehen. Schlagen Sie niemals unüberlegt zu, fühlen Sie sich sicher bevor Sie eine solch langfristige Entscheidung, wie die einer Finanzierung fällen, planen Sie! Planen bedeutet Wissen in Handeln zu transferieren, das unterscheidet den Plan vom Affekt. Machen Sie sich kundig! Sie sind als UnternehmerIn kein Impulskäufer, Sie sind kein Konsument, sie sind ein Investment! Fragen Sie sich immer "was habe ich davon?". "Unter'm Strich zähl' ich!".

Die folgenden Beschreibungen sind natürlich sehr grob umrissen und sind sicherlich auch nicht vollständig, was die Menge der Möglichkeiten anbelangt. Uns liegt in erster Linie daran Ihnen eine möglichst große Anzahl an Finanzierungsmöglichkeiten auf zu zeigen. Ein exaktes und auf Ihre Belange zugeschnittenes Finanzierungskonzept müssen Sie, am Besten in Zusammenarbeit mit einem Experten (nicht bankintern), selbst erarbeiten. Sehen Sie die nachfolgenden Informationen als Denk- und Rechercheanstoß.

Wir haben die von uns ausgewählten Finanzierungsansätze in drei Kategorien aufgeteilt:

1. Liquiditätsplanung
2. Eigenkapitalstärkung
3. Fremdfinanzierung


Hoffentlich vermögen Ihnen die folgenden Informationen Hilfestellung zu leisten! Über Tipps und Erfahrungen Ihrerseits freuen wir uns natürlich sehr!

Geld regiert ja angeblich die Welt, lassen sie sich nicht von ihm unterjochen!!!

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