News vom 18.01.11

LIQUIDITÄT

Auch ein (permanentes) Tröpfeln kann 'flüssig' machen!

Um die Liquidität einer Firma, also die Menge der im direkten Zugriff verfügbaren Zahlungsmittel, zu planen und zu beeinflussen gibt es, wie vorhergehend beschrieben, verschiedene Möglichkeiten.
Sie können aber bereits vom ersten Tage Ihrer Selbständigkeit an mit vielen kleinen Maßnahmen, bzw. reinen Verhaltensregeln grossen Einfluss auf Ihre Zahlungsfähigkeit ausüben.
Nachfolgend finden Sie eine kleine und selbstverständlich nicht absolute Auflistung möglicher Vorgehensweisen:

01
Schreiben Sie die Rechnungen für Ihre erbrachten Leistungen direkt und unmittelbar nach Abschluss Ihrer Projekte. Der Zahlungslauf ist meistenteils auch so schon lang genug.

02
Fragen Sie Ihre Kunden nach der Möglichkeit Teil- oder Akontorechnungen zu stellen, also bereits während der Projektlaufzeit Einnahmen aus dem Projekt zu erzielen.
Oft ist dies den Rechnungsempfängern sogar ganz recht, weil Sie auf diese Art punktuelle Zahlungsbelastungen 'flächiger' verteilen können.
Trauen Sie sich, haben Sie keine Angst vor dem Kunden!

03
Versuchen Sie mit Ihren Zulieferern, bzw. Dienstleistern ebenso zu verfahren.
Lassen Sie sich also möglichst gestückelte Rechnungen stellen, so vergrössern Sie Ihren Handlungsspielraum und können unliebsame Zahlungszielkonflikte minimieren.

04
Fertigen Sie Monatsabschlüsse an, auch bereits bei geringen Jahresumsätzen und gönnen Sie sich frühzeitig eine/n SteuerberaterIn, der Ihnen die entsprechenden betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) anfertigt.
Öffnen Sie von Anfang an Ihre Augen für Ihre Zahlen!

05
Versuchen Sie ein separates Konto für die Rücklage zu erwartender Umsatzsteuerzahlungen einzurichten (aus der BWA ersichtlich).
Wir wissen: es klappt fast nie, aber versuchen Sie es dennoch, immer wieder!

06
Sollten Sie KfW- oder sonstige Gründungs-, Wachstums, oder Festigungsdarlehen mit endfälligen Tranchen in Anspruch nehmen, schliessen Sie Ansparverträge mit der zur Laufzeit der betreffenden Kredittranchen identischen Fälligkeiten ab. So vermeiden Sie schlagartige 'Liquiditätsaustrocknungen' auf Ihrem Geschäftskonto.

07
Planen Sie Ihre Steuern!
Versuchen Sie sogenannte 'Doppelschüsse' zu vermeiden, soll heissen lassen Sie sich von Ihrem/er SteuerberaterIn Prognosen über zu erwartende Einkommens- und Gewerbesteuerzahlungen anfertigen und versuchen Sie, in Absprache mit Ihrem/er SteuerberaterIn diesbezügliche Rücklagen zu bilden. Auch diese Maßnahme ist schwierig zu realisieren, aber versuchen Sie es trotzdem. Jedes zurückgelegte Tröpfchen kann den Grad der Austrocknung Ihres Cash-Flows positiv beeinflussen.
Wir raten Ihnen dies aus eigener leidvoller Erfahrung!

08
Führen sie so früh wie möglich projektbezogene Ertragsberechnungen ein, zumindest überschlagsmäßig.

09
Fragen Sie sich erst wenn alle projektbezogenen Verbindlichkeiten beglichen sind, was für Sie zur Auszahlung übrig bleibt.
Ist vielleicht nicht immer unbedingt motivationsfördernd, kann aber ein böses Erwachen zu vermeiden helfen!


Versuchen Sie diese Dinge soweit wie möglich zu berücksichtigen, denn der spontane und traditionelle Weg zur Begegnung temporärer finanzieller Belastungen, die Ausweitung des Kontokorrentrahmens Ihres Firmenkontos nämlich, wird in Zukunft immer schwerer gangbar und vor allem –dank der neuen bankeninternen Entscheidungsmechanismen- nicht von heute auf morgen erreichbar sein.

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