Inhalt
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I. Einleitung
II. Unternehmensgründung als Alternative?
III. Gründen WOLLEN - nicht gründen MÜSSEN
IV. Die „Checkliste“ für den Weg in die Selbständigkeit
V. Gründercoaching
VI. Gründungszuschuss und Einstiegsgeld
VII. Gründen aus der Arbeitslosigkeit: sowohl Chance, als auch Risiko
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I. Einleitung
Für Menschen, die zum Beispiel aufgrund der Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben, längere Zeit nicht am Arbeitsmarkt waren oder neue Wege einschlagen möchten, könnte eine Unternehmensgründung der Weg aus der Arbeitslosigkeit sein.
Dass zur Zeit viele Menschen versuchen, sich mit dem Schritt in die Selbstständigkeit, vor der Wirtschaftskrise zu retten, zeigen die derzeitigen Zahlen der Existenzgründer/innen. Solch ein Schritt, muss jedoch sehr gut und zukunftsorientiert geplant sein. Der Weg in die Selbstständigkeit, ist nicht nur eine Alternative zur Arbeitslosigkeit, sondern auch die beste Möglichkeit, die eigenen Ideen zu verwirklichen und sich zu entfalten. Dennoch kann dieser Weg auch einige Risiken mit sich bringen. Wenn Sie von Ihrem Vorhaben überzeugt sind und den Sprung in die Selbständigkeit wagen, gibt es einiges zu bedenken, zu planen, zu erledigen und natürlich auch umzusetzen.
Dies kann einem leicht über den Kopf wachsen, also ist es ratsam sich ausreichend zu informieren und sich fachkundige Hilfe zu suchen.
Es liegt in der Natur der Dinge, daß es viele Gelegenheiten gibt, die Sie nicht wahrnehmen können. Ihr Job ist es, einige gute wahrzunehmen.
(John Templeton)
Quelle: www.gruenderlexikon.de
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II. Unterehmensgründung als Alternative?
Den sicheren Job aufgeben? Risiken eingehen? Sich um alles selber kümmern müssen? Natürlich! Selbstständigkeit bietet heutzutage eine echte Alternative zu unsicheren Arbeitsverhältnissen, geringen Zukunftsaussichten am aktuellen Standort, bei zunehmender Unzufriedenheit am bisherigen Arbeitsplatz oder Verlust des Arbeitsplatzes.
Gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten nimmt die Zahl an Existenzgründungen zu, da viele Leute um Ihren Arbeitsplatz bangen oder ihn schon verloren haben und sich mit einer Existenzgründung versuchen abzusichern.
Auch Arbeitsuchende in der Grundsicherung sehen die eigene Existenzgründung als Chance, wieder beruflich Fuß zu fassen. Seit Jahresbeginn wurden rund 12.000 Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) durch die Jobcenter in die Selbstständigkeit begleitet, angefangen von der Entwicklung der Geschäftsidee, über die Unterstützung in Finanzierungsfragen bis hin zur Geschäftseröffnung.
Auch Existenzgründungen von Hartz-IV-Empfängern können erfolgreich sein, dies zeigt ein blick in die aktuellen Statistiken. Es sind knapp 90 Prozent der geförderten Selbstständigen, welche sechs Monate nach der Förderung noch immer auf dem Arbeitsmarkt existent sind. Nur jeder Zehnte kehrt sechs Monate nach der Unternehmensgründung in die Arbeitslosigkeit zurück. Eine solche Bilanz kann sich durchaus sehen lassen und motiviert zugleich die unsicheren Arbeitslosen, welche überlegen ein Unternehmen zu gründen.
Haben Sie keine Angst vor einer Existenzgründung – es kann eine echte Alternative und Chance für Sie sein. Fangen Sie klein an und hangeln Sie sich Schritt für Schritt immer höher!
Quelle: www.handwerkermarkt.de
www.existxchange.de
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III. Gründen WOLLEN - nicht gründen MÜSSEN
Wenn Sie ein Unternehmen gründen wollen, sollten Sie dies nicht aus Angst und Verzweiflung um Ihre Zukunft tun. Allein die Arbeitslosigkeit oder der drohende Verlust des Arbeitsplatzes, sind keine ausreichenden Motive, für eine Erfolg versprechende Existenzgründung. Wenn Sie etwas unter „Zwang“ tun, wird Sie dies nicht sehr weit bringen. Sie müssen sich über die Veränderungen, die sowohl Ihr berufliches, als auch Ihr privates Leben durchmachen werden, klar sein und sich fragen, ob es wirklich das ist, was Sie möchten.
Neben Ihrem Willen zu Gründen müssen natürlich auch die finanziellen Mittel gegeben sein. Alles muss genau geplant und gut durchdacht sein. Denn nicht jeder der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet. Natürlich sind auch Branchenkenntnisse sehr wichtig, aber „nur“ gute Branchenkenntnisse alleine, sind heute meist nicht mehr ausreichend, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. Einzelne Wissenslücken sollten Sie aber nicht daran hindern, Ihren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen.
Stellen Sie sich zur „Überprüfung“ doch einfach mal einige Fragen:
Bestand jemals in meinem Leben die Idee bzw. der Antrieb mich selbstständig zu machen?
Habe ich an meinem alten Arbeitsplatz immer eigenverantwortlich und kreativ gearbeitet?
Besitze ich genügend Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz?
Ist meine Gründungsidee tragfähig?
Habe ich genug Eigenkapital um ein Gründungsdarlehen zu bekommen?
Bin ich bereit, 14 Stunden am Tag zu arbeiten?
Könnte ich mit starken Einkommensschwankungen umgehen?
Könnte ich mich selbst und meine Mitarbeiter führen?
Könnte ich mein Unternehmen koordinieren und strukturieren?
Quelle: www.vnr.de
www.gruenderportal.de
www.foerderland.de
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IV. Die "Checkliste" für den Weg in die Selbständigkeit
Tipps für die Überlegungen im Vorfeld:
- Die Geschäftsidee ausreichend prüfen und analysieren lassen
- nicht zwangsläufig eine Selbständigkeit auf Fremdkapital aufbauen
- die Mitunternehmerschaft (GbR) wenn möglich vermeiden
- Konkurrenz, Standort und Preise im Vorfeld analysieren
- nicht nur für die Arbeitsagentur einen Businessplan erstellen, sondern in erster Linie zur eigenen inneren Verarbeitung der Geschäftsidee sowie möglicher Chancen und Risiken der Existenzgründung
Bei einer Gründung gibt es viel zu bedenken und zu tun: Anträge stellen, Versicherungen abschließen, Berater aufsuchen, und und und... Hier finden Sie eine kurze Checkliste, mit den wichtigsten Dingen, die erledigt sein wollen.
1. Existenzgründer Seminar
- hilft bei der Vorbereitung auf die Selbständigkeit
- Anlaufstelle ist z.B. die Industrie- und Handelskammer
- anschließend erhält man ein Zertifikat
2. Anträge bei der Arbeitsagentur abholen
- für Gründungszuschuss
- für eventuelle regionale Förderung
- für die freiwillige Arbeitslosenversicherung
- für Coaching nach ESF
3. fachkundige Stellungnahme besorgen
- lassen Sie sich eine fachkundige Stellungnahme anfertigen
- Anlaufstellen sind z.B. die IHK oder ein Steuerberater
4. Gewerbeamt
5. Unternehmensberater/Steuerberater
- Gewerbeanmeldung mitbringen
- Antrag auf Gründungszuschuss mitbringen
6. Versicherungen
- gewerbliche Haftpflichtversicherung
- Rechtschutzversicherung
- Gewerbliche oder private Krankenversicherung
- Unfallversicherung
- Rentenversicherung
7. Bescheide
- alle Bescheide von einem Berater überprüfen lassen
8. Geschäftskonto eröffnen
- Beratung mit der Bank
- ein privates oder geschäftliches Girokonto eröffnen
- klären ob ein Überziehungskredit notwendig ist
9. Beratungsgebühren
- Es besteht die Möglichkeit, dass die Honorare über Fördermittel und Zuschüsse bezahlt werden können
10. Werbemaßnahmen
- Firmenlogo
- Visitenkarten
- Internetseite
- Flyer
- Zeitungsanzeigen
- evtl. Beschriftung des Fahrzeugs
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V. Gründercoaching
1. Gründercoaching Deutschland
Worum geht es beim Gründercoaching Deutschland?
In den meisten Fällen brauchen die Gründer eine kompetente Beratung, damit das Unternehmen Erfolge erzielen kann. Hier hat sich das Coaching-Prinzip bewährt, bei dem ein seriöser und qualifizierter Unternehmensberater den Existenzgründer betreut und auf seinem Weg in die Selbstständigkeit begleitet.
2. Erhöhter Zuschuss für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit als Baustein im Gründercoaching Deutschland
Wer kann einen Zuschuss erhalten?
Wer kann das Gründercoaching für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit in Anspruch nehmen?
- Diese besondere Förderung kann innerhalb des ersten Jahres nach der Gründung beantragt werden
Wie hoch ist der Zuschuss?
- maximal 3.600 Euro
- 90 % des Beratungshonorars werden bundesweit als Zuschuss gezahlt
- das Netto-Gesamthonorar darf 4.000 Euro nicht überschreiten
- das maximal förderfähige Tageshonorar des Beraters beträgt 800 Euro (netto)
Quelle: www.kfw-mittelstandsbank.de
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I. Gründungszuschuss und Einstiegsgeld
Neben dem Gründungszuschuss hat sich auch das Einstiegsgeld für Bezieher von ALG II etabliert. Das Einstiegsgeld ist ein Gründungszuschuss, welcher von Existenzgründern in Anspruch genommen werden kann, welche noch mindestens 90 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat.
Der Gründungszuschuss wird in 2 Phasen aufgesplittet:
Phase 1:
Der Existenzgründer erhält als Gründungszuschuss für die Zeit von 9 Monaten sein bisheriges Arbeitslosengeld weiter. Außerdem bekommt er monatlich 300,- € als „Sozialversicherungspauschale“. Diese dient zur weitestgehenden Deckung der sozialen Absicherung des Gründers, da dieser mit der Selbständigkeit auch die Freiheit gewonnen hat, sich in den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung zu versichern. Innerhalb der 9 Monate, der ersten Förderphase, erhält der Gründer also 2.700,- € zzgl. seines bisheriges Arbeitslosengeld I.
Phase 2:
Die Bundesagentur für Arbeit kann, muss aber nicht, für weitere 6 Monate die Sozialversicherungspauschale in Höhe von 300,- EUR gewähren. Daraus ergeben sich für diese Zeit weitere 1.800,- EUR nicht rückzahlbare Fördermittel.
Weiterhin ist es sinnvoll, wenn für eine „tragfähige“ Finanzierung gesorgt wird, denn das Fördermittel „Gründungszuschuss“ reicht nur für eine wirtschaftliche Grundlage während der Gründungsphase. Doch Sie müssen beispielsweise auch Dinge wie die Büroausstattung, das Warenlager oder die erste Werbekampagne finanzieren.
Quelle: www.geschaeftsidee.de
www.gruenderlexikon.de
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VII. Gründen aus der Arbeitslosigkeit - sowohl Chance, als auch Risiko
1. Gründen aus der Arbeitslosigkeit...
Schaffen Sie sich selbst eine neue Perspektive. Die Gründe weshalb man in die Arbeitslosigkeit geraten ist sind vielfältig. Viele müssen erleben, dass eine Festanstellung keineswegs der "sichere Weg" ist. Je länger diese Phase anhält, desto frustrierender stellt sich die Situation dar. Trotz Leistungsbereitschaft, vorhandenen Fähigkeiten und Wissen wird der Einstieg als Arbeitnehmer immer schwieriger.
Eine Alternative hierzu besteht darin selbst am Markt aufzutreten und seine Angebote, Waren oder Dienstleistungen in Rahmen einer selbständigen Erwerbstätigkeit und somit mit dem eigenen Unternehmen anzubieten. An Möglichkeiten oder Geschäftsideen fehlt es meist nicht. Viele blicken später mit Bedauern zurück: "Wenn ich damals meine Idee umgesetzt hätte..." .
Neben Verwirklichung von persönlichen Ideen und Zielen, ermöglicht es der Aufbau einer eigenen unternehmerischen Existenz finanzielle Freiheiten zu schaffen.
2. Chancen und Risiken
"Unternehmer werden ist nicht schwer - dies zu bleiben jedoch sehr."
Dieser scherzhafte Ausspruch erhält angesichts einer hohen Insolvenzrate einen bitteren Nachgeschmack. Leider beherzigen allzu viele Gründer nur den ersten Halbsatz. Aber bereits in der Planungsphase stellen Sie die Weichen für den Erfolg Ihres Unternehmens. Beantworten Sie sich die Frage:
Kann ich eine tragfähige Existenzgrundlage aufbauen und ein Schadensereignis (Insolvenz, langjährige Schulden etc.) vermeiden?
Chancen | Risiken |
Kündigungsrisiko umgehen | kein sicherer Arbeitsplatz / keine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit |
Möglichkeit eines höheren, leistungsgerechteren Einkommen | finanzielles Risiko / kein gesichertes Einkommen |
Eigenverantwortung, Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung / Durchsetzung eigener Ideen | Keine geregelten Arbeitszeiten / geringe Freizeit- u. Urlaubsmöglichkeiten |
Höherer gesellschaftlicher Status / Ansehen in der Öffentlichkeit / Prestigegewinn | Private Probleme durch fehlende Akzeptanz in der Familie |
Quelle: http://www.einstiegsgeld.net
http://existenzgruendung-sachsen.de
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VIII. Quellen
www.gruenderlexikon.de
http://www.handwerkermarkt.de
http://www.existxchange.de
http://www.vnr.de
http://www.gruenderportal.de
http://www.foerderland.de
http://www.kfw-mittelstandsbank.de
http://www.geschaeftsidee.de
http://www.gruenderlexikon.de
http://www.einstiegsgeld.net/
http://existenzgruendung-sachsen.de
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